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 Steppenbeifuß

Das Copyright 2000 - 2008 liegt bei Gabriela Stark.

Steppenbeifuß – Sage

Botanischer Name      Artemisia californica Less.Californian Sage
                                        Artemisia douglasiana Bess
                                       Artemisia frigida Willd.Frauensalbei
                                       Artemisia Ludoviciana Nutt. Prairie Sagebrush
                                      Artemisia mexicana Willd.Mexikanischer Wermut
                                      Artemisia tridentata Nutt. Common Sagebrush
Familie                        Asteraceae - Korbblütler

 

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Lactonglykoside, wie z.B. Santonin und Artemisin und andere Inhaltsstoffe.

Über den Wohlgeruch

Der Beifuss ist eine ausdauernde Pflanze, die eine Höhe bis 1,50 m erreicht. Rispig verästelte, unten verholzte; oft bräunlich oder rötlich verfärbte Stängel tragen fieder- und lanzettartige Blätter, die auf der Oberseite kahl und dunkelgrün gefärbt, auf der Unterseite weißfilzig behaart sind. Die Blütenköpfchen mit gelben oder rötlichen Einzelblüten stehen in ährenartiger Anordnung.

Die Pflanze gedeiht in verschiedenen Arten über den ganzen Erdball verteilt. Sie gilt als die wichtigste magische Pflanze in Europa, wie Asien.

Das englische Wort Sage bezeichnet die verschiedenen Salbeiarten, deswegen wird Sage oft fälschlicherweise mit Salbei übersetzt. In Nordamerika gilt er aber für die Pflanzenfamilie Artemisia, diese sind mit dem Beifuss verwandt. Nur der Steppenbeifuss wird als Sage bezeichnet. Er ist meist unter der Bezeichnung “Indianer Beifuss oder -Salbei” oder "Präriebeifuß" im Handel erhältlich.

Von der Heilwirkung des Sage

Die Schamanen behandelten ihre Patienten bereits mit der Moxabehandlung, wie die Chinesen es seit Jahrtausenden praktizieren. Die Moxabehandlung besteht darin, auf bestimmten Reizpunkten des Körpers (Akupunkturpunkten) eine erbsengrosse Kugel oder einen Kegel aus fein zerriebenen, gepressten Beifussblättern abzubrennen. Bevor der Kegel abgebrannt ist, wird er natürlich entfernt. Durch die Hitze entsteht eine reflektorische Wirkung auf die erkrankten inneren Organe und deren Energiezufluss. Diese Methode wird auch heute noch bei Rheuma und Muskelschmerzen eingesetzt.

Bekannt ist auch die Moxation bei der ein Kind vor der Geburt in die richtige Lage gebracht wird.

Die Frauen benutzten ihn als Tee für Erkältungen, als Breipackung bei Schnittwunden, als Binde für die Menstruation und als Deodorant.

Sage zum Räuchern

Indianer Beifuss gilt aufgrund seiner Inhaltsstoffe als psychoaktiver Räucherstoff. Der aromatische Rauch ist stimulierend, stimmungsaufhellend, beruhigend, wärmend und entspannend. Zusammen mit anderen Kräutern eignet er sich für abendliche Räucherungen, die den Schlaf fördern. Sage wird auch in Büscheln oder Bündeln verräuchert. Man kann ihn auch traditionell in eine Abalonemuschel legen und verräuchern. Sein Rauch duftet fein-herb, würzig und aromatisch.

In einer Ahnenräucherung ist Sage sehr geeignet, um unseren Schmerz zu bewältigen. Wenn wir mit dem Verstorbenen sehr eng verbunden waren, können wir in einer Räucherung die schönen Gefühle und Erinnerungen noch einmal erleben und mit dem aufsteigenden Rauch loslassen und Abschied nehmen. In frühren Zeiten diente der aufsteigende Rauch als Brücke zum Jenseits und man stellte sich vor, wie die Seele über den Rauch in das Licht kommt. Bei den Indianern wird bei den Totenfeiern traditionell mit Sagebündeln geräuchert.

Das, was wir Europäer mit dem Weihrauch verbinden, ist bei den Indianern gleichbedeutend mit Sage. Hier gehört er zu den stärksten Stimulanzien für den menschlichen Geist, der sich für das Göttliche öffnen möchte und eine Kommunikation mit höheren Schwingungsebenen sucht. Gerade sein aufsteigender Rauch wurde als Vermittler und als Botschaft an die Götter verstanden. So begleitet er Gebet, Meditation und innere Sammlung, da er unsere inneren Räume und die feinen Energiekanäle öffnet, um uns empfänglicher für heilende, geistige und kosmische Schwingungsmuster zu machen.

So schreibt Christian Rätsch in seinem Buch "Räucherstoffe - der Atem des Drachen" (Seite 158): "Der kräuselnd aufsteigende Rauch ist an sich schon ein Gebet. Er verbindet "maka", die Mutter Erde, mit "wakan tanka", dem großen Geist, der in allen Geschöpfen am Werk ist. Sage ist eine der heiligen Pflanzen der Prärieindianer. Es ist heutzutage, geradezu ein Symbol für indianische Spiritualität, ein Symbol für die Verehrung der Natur als das wirklich Göttliche geworden.

Mit Sage lassen sich sehr gut Heil- und Ritualgegenstände reinigen. Diese werden dann einfach in den Rauch gehalten und so gesegnet und energetisch aufgeladen. So kann man seine persönlichen Botschaften auf ein Amulett oder einen Talisman übertragen und ihm so Schutz, Heilung oder ähnliches zusprechen. So kreiert man sich seinen ganz individuellen Glücksbringer kreieren.

Sein Rauch hat eine starke reinigende Kraft und ist besonders zur spirituellen Reinigung geeignet. Die Luft in unseren Räumen wird gereinigt und desinfiziert und so wird eine klare und gesunde Atmosphäre geschaffen, mit der wir unsere Widerstandskraft erhöhen und Krankheiten vorbeugen können.

Astrologische Zuordnung

Steppenbeifuss gehört zu den Räucherpflanzen des Saturns. Er unterstützt unser Sicherheitsdenken, Disziplin, Perfektion, Kritikfähigkeit, die Übernahme von Verantwortung und somit ist er unser "Rückgrat". Saturn ist das Symbol für die Regeln und Gesetze, die das Miteinander bestimmen, aber auch die innere Distanz, mit der wir uns Grenzen setzen und Struktur und Disziplin verlangen. Er fordert uns auf, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und auf unser Ziel hinzuarbeiten. Aber Saturn lässt auch in andere Welten, unsere innere, aber auch die kosmische Welt schauen. Eine Saturnräucherung kann dazu beitragen, dass wir unsere Perfektionsansprüche abbauen, Pflicht und Verantwortung als Teil unseres Lebens akzeptieren, aber auch unsere Blockaden erkennen.

Steppenbeifuss ist im Tierkreiszeichen dem Steinbock zugeordnet. Menschen dieses Zeichens stehen mit beiden Füßen auf dem Boden der Realität, sind ausdauernd, sachlich, klar, gradlinig und geduldig. Sie übernehmen Verantwortung, stellen sich den Herausforderungen und gehen Schritt für Schritt auf ihr Ziel zu. Dabei wissen sie schon früh, was sie im Leben erreichen wollen. Und so kann eine Steinbockräucherung dazu beitragen, dass wir den roten Faden in unserem Leben erkennen und die Schritte, die dazu nötig sind, um unsere großen Ziele im Leben zu erreichen.

Rituelle Anwendung

Es gibt eigentlich kein Ritual der Indianer, bei dem mit Sage nicht zum Einsatz kommt. Ob Gebetsritual, Reinigungszeremonie, Schwitzhütte oder Geisteraustreibung, in allen bekannten Räuchermischungen ist Sage dabei oder er wird sogar einzeln verräuchert.

Den Lakota-Indianern öffnet der Steppenbeifuss den Zugang zum Heiligen. So wird derjenige, der eine Vision sucht und seinem tierischen Schutzgeist begegnen will, mit Steppenbeifuss eingerieben oder beräuchert.

Sage gilt als Pflanze des Coyoten, der in der indianischen Mythologie mit dieser Pflanze Wasserungeheuer besänftigt. Er ist heilig und findet oft als Totemtier Verwendung.. Beide Coyote und Sage können in der Wüste überleben. Sie stehen für Wissen, List und Kraft und können für ausweglose Situationen Lösungen finden.

Räuchermischungen für die Seele

Adlerfeder

1 Teil Indianer Beifuss
1 Teil Copal gold
1 Teil Sweetgrass
1 Teil Zeder

Das Sweetgrass mit der Schere kleinschneiden, das Copal im Mörser zerkleinern und die übrigen Zutaten zwischen den Händen zerreiben. Alle Zutaten mischen und prisenweise verräuchern. Ein milder, sanfter Rauch, der sich für Gebete und Meditation gut eignet.

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