Satureja.de
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

 

Das Copyright liegt bei Gabriela Stark, Satureja.de

Nachdruck und kommerzielle Verwendung ist nicht gestattet! Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt.
Eine nichtkommerzielle Verwendung dieser Seite (auch auszugsweise) ist nur mit der Quellenangabe: Copyright Gabriela Stark, www.satureja.de
mit Verlinkung zur Homepage gestattet!

 

Muskatnuss - Ätherisches Öl und Anwendung

Botanischer Name     
Myristica fragrans
Familie                          
Myristicaceae - Muskatnussgewächse
Duftprofil                      
scharf, würzig, herb, aromatisch, leicht bitter, warm
Note                              
Kopf-/Herznote
Element                       
Erde / Feuer

Inhaltsstoffe

Bis 70 % Monoterpene, 10 % Monoterpenole, Phenole und Phenylether

Gewinnung

Wasserdampf-Destillation des Fruchtkerns. Aus 11 kg Muskatnüssen gewinnt man 1 kg ätherisches Öl.

Die Frucht des Muskatnussbaumes erinnert an eine Aprikose und teilt sich bei der Reifung in den roten Samenmantel, der als ”Macis” oder ”Muskatblüte” gehandelt wird, und den eigentlichen Samen, die Muskatnuss. Für den Gewürzhandel wird die Muskatnuss oftmals gekalkt, zum Schutz gegen Insektenfraß. Es gibt auch ein ätherisches Öl aus der Macis (Muskatblüte), das etwas milder wirkt.

Über die Räucherpflanze Muskatnuss lesen Sie in der Enzyklopädie der Räucherpflanzen.

Duftthema

Muskatnuss ist nicht nur ein geheimnisvoller und magischer Duft, mit dem man die bösen Geister vertreiben kann, sondern gehört zu den ältesten Gewürz- und Aromapflanzen der Menschheit. Bereits Plinius beschrieb die Wirkweisen der Muskatnuss, aber erst im 11. Jahrhundert kam sie über Arabien zu uns. Dabei wurde sie mitunter teurer als Gold gehandelt und in speziellen Gefäßen aus Silber aufbewahrt. Besonders in der dunklen Jahreszeit spendet uns ihr Duft Wärme und Selbstvertrauen. Ihre bewusstseinserweiternde und halluzinogene Wirkung auf die Psyche lassen sie zu einem Öl werden, das besondere Aufmerksamkeit bei der Verwendung bedarf. Aber richtig angewendet schenkt sie uns Energie, Tat- und Entschlusskraft für viele Gelegenheiten.

Wirkweisen des ätherischen Muskatnussöles

Körperliche Wirkung

Der Hauptinhaltsstoff des Muskatnussöles sind die Monoterpene, die starke Hautreize setzen und in hoher Dosierung Hautirritationen auslösen können. Daher sollte, vor allem bei empfindlicher Haut, Muskatnuss nur in einem Basisöl gelöst oder in Mischungen mit anderen ätherischen Ölen (am Besten in Verbindung mit Lavendel fein) verwendet werden. Außerdem wird sie nur gering dosiert, 1 Tropfen Muskatnuss in 50 ml Basisöl gelöst, sind absolut ausreichend.

Muskatnuss regt den Appetit an und fördert die Verdauung. Sie besitzt kräftigende und stimulierende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Oft kommt es durch Krankheit oder Therapien zu Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen. Aber auch die Umstellung von Ernährung oder Essenszeiten, veränderte Umgebung, seelischer Kummer und Sorgen können ebenso Auslöser für Ernährungsprobleme sein. Hier hilft die Muskatnuss am Besten in der Aromaküche.

Dank ihrer durchblutungsfördernden, erwärmenden, schmerzstillenden und entzündungshemmenden Eigenschaften ist die Muskatnuss hilfreich bei Muskel- und Rückenverspannungen, Muskelkater und rheumatischen Beschwerden. Aber auch hier wird sie nur gering, mit 1 Tropfen, dosiert, da die Wirkung sehr erwärmend und verspannungslösend ist.

Sie stimuliert Herz und Kreislauf, stärkt den gesamten Organismus und gilt als ein leichtes Aufputschmittel, mit dem man seine Energien wieder auf Trab bekommt.

Muskatnuss kann die Pheromonproduktion anregen. Pheromone sind unsere körpereigenen Signal-, Erkennungs- und Sexuallockstoffe, die unsere individuelle Ausstrahlung und Anziehungskraft prägen. Dabei ist ihr Duft in sinnlichen Mischungen aufreizend, verführerisch, aber auch besänftigend und beruhigend. Sie zerstreut die Gedanken im Kopf, regt an, berauscht und weckt die Liebesreize. Noch immer wird sie in vielen Kulturen als Aphrodisiakum verwendet.

Seelische Wirkung

Der Hauptanwendungsbereich der Muskatnuss liegt im seelischen Bereich. Hier stärkt sie die Widerstandskraft, fördert das Selbstvertrauen, richtet stark auf und gibt wieder Lebensfreude und –kraft. Die Nordrenalinproduktion kann angeregt werden. Nordrenalin ist ein chemischer Botenstoff (Neurotransmitter), der aktiviert, stimuliert und Körper und Geist anregt. Ein Absinken des Nordrenalinspiegels führt zu Antriebsschwäche, Trägheit und Abwehrschwäche.

Auch die Dopaminproduktion kann sie fördern. Dies ist ein chemischer Botenstoff, der mobilisiert, das seelische Gleichgewicht wiederbringt und sanft aus seelischen Tieflagen zieht.

Mit bereits 1 Tropfen in der Duftlampe bringt die Muskatnuss Entspannung und geistige Klarheit. Gerade bei mentaler Erschöpfung und in stressigen und hektischen Zeiten lässt sie abschalten, wieder zur Ruhe finden und die Musestunden genießen. Zudem bringt sie uns auch mit unseren Kraftreserven in Verbindung.

Menschen, die innerlich durchfroren sind oder die unter menschlicher Kälte leiden, gibt die Muskatnuss Wärme, Schutz und Geborgenheit. Aber auch introvertierte, schüchterne und schnell verletzbare Menschen profitieren von ihrer Wirkung, da sie die durcheinander geratene Gefühlswelt reguliert und eine positive Lebenseinstellung fördert.

Spirituelle Wirkung

Nach Dr. Ohloff besitzen die Inhaltsstoffe Safrol, Elemicin und Myristicin, die sich alle im Muskatnussöl finden, eine nachweislich psychotrope Wirkung, die an die Eigenschaften des Mescalins erinnert und von leichten Bewusstseinsveränderungen bis zu intensiven Halluzinationen reicht. Diese Wirkung hat bereits Hildegard von Bingen in ihrer “Physica” beschrieben. Tatsächlich konnte der Nachweis erbracht werden, dass sich diese Riechstoffe in der Leber in Derivate des Amphetamins umwandeln. So können zwar Visionen erzeugt werden, aber ein Dauergebrauch kann zur Sucht und Abhängigkeit führen.

Sie fördert die Intensität und Farbigkeit unserer Träume und lässt uns tief in unser Unterbewusstsein blicken. Ebenso kann Muskatnuss die Hellsichtigkeit fördern.

Aromaölmischungen zum Wohlfühlen

Duftlampe

Verbindet sich gut mit Gewürz-, Blüten- und Zitrusölen.

Liebestraum

2 Tropfen Grapefruit (Citrus paradisi)
1 Tropfen Muskatnuss (Myristica fragrans)
1 Tropfen Ylang Ylang extra (Cananga odorata)
1 Tropfen Benzoe Siam (Styrax tonkinensis)

Körper- und Massageöle

Paradiesgarten

3 Tropfen Orange (Citrus sinensis)
1 Tropfen Ingwer (Zingiber officinale)
1 Tropfen Muskatnuss (Myristica fragrans)
1 Tropfen Rose marokkanisch (Rosa damascena)
1 Tropfen Honigwabe 50 %
in 50 ml Jojobaöl

Aromaküche

Muskatnuss kann mit Anis, Basilikum, Bay, Cardamom, Estragon, Fenchel, Karottensamen, Koriander, Lavendel, Liebstöckel, Lorbeer, Pfeffer, Rosmarin, Thymian, Wacholder und allen Zitrusölen gemischt werden.

Sie passt zu Eintöpfen, Suppen, Gemüsegerichten, Nudeln, Polenta, Geflügel, Fisch, Fleisch, Saucen und Likören.

Zum Abschmecken nimmt man 1 Tropfen Muskatnussöl in Sahne (oder saure Sahne, Oliven- oder Sonnenblumenöl) emulgiert dies und gibt es dann an die Speisen. Sehr vorsichtig dosieren!

 

Zurück zur Enzyklopädie der Düfte

Alraunelinie

Muskatnussduft im Satureja-Shop

Muskatnussöl bio 5 ml

Muskatnussblüten bio 20 g

Muskatnussbäumchen erhalten Sie bei www.flora-toskana.de