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Sanddornöl und Hautpflege

Botanischer Name     
Hippophae rhamnoides
Pflanzenfamilie           
Elaeagnaceae – Ölweidengewächse

Über die Pflanze

Der Sanddorn ist ein dorniger Strauch und ist in Europa und Asien heimisch. Er gilt als das Gold oder die Zitrone des Nordens. Seine Besonderheit ist die Unterscheidung in männliche und weibliche Pflanzen. Männliche Pflanzen werden zur Befruchtung benötigt und nur die weiblichen Pflanzen tragen die vitaminreichen orangefarbenen Beeren. Im Plantagenanbau kommt auf eine männliche Pflanze 5 - 9 “Sanddornweibchen”. Die Beeren reifen je nach Sorte zwischen August und Oktober heran.

Qualitativ hochwertiges Sanddornöl ist ein sehr teures Produkt, da die Ernte der Beeren des dornigen Strauches mühsam ist und Plantagen eine Anlaufphase von 6 – 8 Jahren bis zur ersten Beerenernte benötigen. Aus seinen frischen Beeren, die einen größeren Vitamin C Gehalt haben als Zitrusfrüchte, gewinnt man den Sanddornsaft. Ebenso werden die unterschiedlichsten Sanddornprodukte zur Vitaminanreicherung und Aromatisierung von Lebensmitteln verwendet.

Sein natürliches Vorkommen ist das nördliche Europa und der vorderasiatische Raum. Er wird bis zu 5 m hoch und bevorzugt als Lichtpflanzengestalt einen voll sonnigen Standort. Da er sich aber auch ganz tief in die Erde verwurzelt, entspricht er dem hermetischen Prinzip “so oben wie unten”.

Inhaltsstoffe

Der Markt ist überhäuft mit den unterschiedlichsten Sanddornölen und Preisklassen, die aber unterschiedliche Eigenschaften in der Wirkweise besitzen, je nachdem wie sie hergestellt werden.
Man unterschiedet Sanddornöle in folgende Produkte

Fruchtfleischöl

Dieses wird aus den gepressten ganzen Beeren gewonnen. Es hat die typische orangene Farbe, die durch den hohen Gehalt an Carotinoiden entsteht, den typischen Sanddorngeruch und -geschmack.

Inhaltsstoffe Fruchtfleischöl

30 % Palmitoleinsäure, 35 % Palmitinsäure, 25 % Ölsäure, Begleitstoffe wie Carotinoide, beta-Carotin und Vitamin E.

Kernöl

Dieses wird aus den von Fruchtfleisch befreiten Samenkernen gepresst. Das Kernöl besitzt eine sehr helle rote Farbe, da hier kaum Carotinoide enthalten sind und ebenso ist es Duft- und Geschmacksarm, da die Aromastoffe auch nicht ausgeprägt sind.

Inhaltsstoffe Kernöl

20 % Ölsäure, 48 % Linolsäure, 20 % Linolensäure, Begleitstoffe wie Vitamin E, Carotin und Gerbstoffe.

Öl aus den Rückständen der Saftherstellung

Weiterhin gibt es noch ein Sanddornöl, das aus den Rückständen der Saftherstellung gewonnen wird. Es ist die günstigste Variante am Markt. Allerdings auch eine minderwertigere, da die meisten Inhaltsstoffe sich nach der Pressung im Saft wiederfinden und die Preßrückstände hier nochmals vermarktet werden können.

Bei meinen Recherchen zu dieser Sanddornölvariante habe ich zumindest keine Veröffentlichung der Inhaltsstoffe gefunden. Alle Inhaltsstoffangaben beziehen sich immer nur auf die Fruchtfleisch- oder Kernölvariante.

Immerhin findet sich das Sanddornöl aus den Pressrückständen in Produkten wie Putzmitteln oder Mitteln zum Abstrahlen von Graffiti wieder. Die Pressrückstände selbst werden auch als Viehfutter verwendet. Das Sanddornöl aus den Preßrückständen wird meist per Extraktion gewonnen, also mit einem chemischen Lösungsmittel, so dass das Produkt raffiniert werden muss. Sanddornöl aus den Pressrückständen ist als günstiger Rohstofflieferant mit Sicherheit in den diversen Kosmetikprodukten zu finden.

Um die in der Literatur beschriebenen Wirkweisen des Sanddornöles allerdings zu erfahren, sollte man unbedingt darauf achten, für welches Sanddornöl man sich entscheidet.

Körperliche Wirkung des Fruchtfleischöles

Wegen der intensiven orangen Farbstoffe des Öls sollte es immer mit anderen Ölen gemischt werden. Denn der Farbstoff färbt Haut und Kleidung, ein 10 %iger Anteil Sanddornöl in einer Mischung mit anderen Basisölen ist ausreichend. Durch den färbenden Effekt erhält man aber auch ein Gesichtsöl, das die Haut leicht tönt und ihr einen frischen Teint verleiht. Die geöffnete Sanddornölflasche hat eine Haltbarkeit von ca. einem halben Jahr.

Das Sanddornöl ist in Russland in das Arzneibuch aufgenommen worden und es gehört zu den am besten untersuchten Pflanzenöl überhaupt. Kein anderes Basisöl hat so viele Studien zu seinen Inhaltsstoffen, Wirkweisen und Anwendungsmöglichkeiten erfahren.

Es ist das Sonnenschutzmittel überhaupt. Denn in Körperölen schützt es vor einem zuviel an Sonne, bei einem Sonnenbrand lindert es die Beschwerden und unterstützt die Regeneration der Haut. Seine hautregenerierende Wirkung bei Sonnenstrahlen wurde auch auf Strahlenschäden mit großem Erfolg übertragen. Diese Ergebnisse lassen sich aber nur mit dem Fruchtfleischöl erzielen, da das Kernöl kaum die hier wirksamen Carotinoide enthält.

Eliane Zimmermann schreibt auf Ihrer Homepage www.aromapraxis.de : “Wenn früher die russischen Kosmonauten ins All flogen, nahmen sie, um Strahlenschäden vorzubeugen, Sanddorn-Öl mit auf die Reise. Diese Eigenschaft des Strahlenschutzes wurde intensiv erforscht und stellt heute ein wichtiges Anwendungsgebiet dieses besonderen Öles dar: es stärkt und regeneriert die Haut bei Radiotherapien, die Strahlung wird besser vertragen. Zudem wirkt das Öl schmerzlindernd und vermutlich sogar der weiteren Tumorbildung entgegen, wie die Internationale Forschungsgemeinschaft für Pflanzenheilstoffe in Berlin (IFP) feststellte: Die Carotinoide im Öl binden schädliche Peroxy-, Hydroperoxy- und Hydroxyradikale (aggressive Sauerstoffverbindungen, die u.a. Krebs auslösen können). Es werden Furanverbindungen der Radikalenfänger gebildet, die sich in Polyencarbonylverbindungen und kurzkettige, flüchtige Verbindungen umwandeln.”

So wird das Sanddornöl aus dem Fruchtfleisch zur Behandlung von Schädigungen der Haut durch UV-Strahlung, aber auch bei der Chemotherapie in der Krebsbehandlung und bei Verbrennungen verwendet.

Sanddornöl ist der Spezialist für die reife, trockene, beanspruchte und Altershaut. Durch seinen Anti-Aging-Effekt gibt es gerade der Altershaut die Spannkraft und Elastizität zurück und verlangsamt den Alterungsprozess. Es unterstützt die Zellgeneration der Haut und gibt ihr einen besonderen Schutz vor Witterungseinflüßen, wie Sonne, Trockenheit, Kälte und Wind. Besonders Falten und frühzeitige Hautalterung vermag Sanddornöl zu mindern und Pigmentflecken aufzuhellen. Vor allem ist das Sanddornöl ein gutes Antioxidans (Radikalenfänger). Denn die freien Radikalen fördern den Alterungsprozess der Haut und können Zellen im Körper verändern. Ein ganz besonderer Einsatz bieten einige Tropfen Sanddornöl in Lippenpflegeprodukten, da es die ganz empfindliche Haut hier sehr pflegt und Sonnenschutz bietet.

Als Sonnenpflanze belebt das Sanddornöl unsere Lebensgeister und gibt unserem Körper den nötigen Schwung, da es den Stoffwechsel anregt. Es stärkt die Abwehrkräfte und schützt somit unser Immunsystem. Besonders wenn man ständig müde und abgeschlagen fühlt, kann eine Kur mit Sanddornöl helfen, uns wieder zu mobilisieren. Das Sanddornöl kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Wer seinen typischen Geschmack nicht mag, kann auf Sanddornkapseln zurückgreifen.

Das Sanddornkernöl hat entzündungshemmende, antibakterielle und hautheilende Eigenschaften. So hilft es der unreinen Haut und bei Akne. Ebenso wird das Kernöl durch seinen sehr hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren bei Neurodermitis angewendet. Hier hilft es bei der Behandlung der Hautrisse und zum Lösen der starken Verhornungen.

Wer jetzt Lust und Laune auf noch mehr Informationen zum Thema Sanddorn bekommen hat, kann hier den Artikel zu Sanddorn von Ursel Bühring, der Gründerin der Freiburger Heilfplanzenschule nachlesen.

 

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