Satureja.de
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

 

Das Copyright liegt bei Gabriela Stark, Satureja.de

Nachdruck und kommerzielle Verwendung ist nicht gestattet! Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt.
Eine nichtkommerzielle Verwendung dieser Seite (auch auszugsweise) ist nur mit der Quellenangabe: Copyright Gabriela Stark, www.satureja.de
mit Verlinkung zur Homepage gestattet!

 

Sheabutter und Hautpflege

Botanischer Name      
Butyrospermum parkii
Familie                           
Sapotaceae – Sapotengewächse

Über die Pflanze

In den westafrikanischen Ländern ist der Sheabutterbaum heimisch. Der Baum wird bis zu 15 m hoch und erreicht erst mit einem Alter von 20 Jahren seine erste und ab 30 Jahren seine volle Fruchtproduktion. Der Sheabutterbaum kann über 100 Jahre alt werden und bis zu diesem Alter können seine Früchte geerntet werden. Die 4 cm großen Nüsse enthalten ca. 50 % Fett. Aus diesem Grund gibt es zwar viele Kooperativen, die die Nüsse sammeln und exportieren oder selbst im Land die Sheabutter herstellen, aber nur ganz wenige bio-Anbauprojekte.

Nicht nur für Kosmetik, sondern auch in der Lebensmittelindustrie wird sie benötigt und in ihrem Heimatland als Speisefett, natürlich zur Hautpflege und als Kerzen verwendet.

Inhaltsstoffe

Gesättigte Fettsäuren, Ölsäure, Begleitstoffe, Triterpenalkohole, Vitamin E, Provitamin A, Allantoin.

Sie enthält einen besonders hohen Anteil an Unverseifbarem, der je nach Charge zwischen 5 – 11 % liegt.

Marktsituation der Sheabutter

Hauptsächlich exportieren Burkina Faso und Mali Sheabutter. Aber auch in Ghana, Togo und Benin spielt die Ausfuhr eine große Rolle. Dabei gehören diese Länder zu den Ärmsten der Armen.

So schreibt Tiego Tiemtore in seinem Bericht (01.04.2005), dass nach Angaben des nationalen Amts für Statistik und Demographie der Export der Kariténüsse im Jahr 2003 etwa 12 Millionen Dollar einbrachte. Schätzungsweise 80.000 Tonnen Fett werden laut Landwirtschaftsministerium jährlich aus den Früchten des Baumes extrahiert. Allein die Frauengruppierungen vertreiben in großen Mengen von mindestens 20 Tonnen monatlich die Karitébutter und sonstige aus der Nuss gewonnene Erzeugnisse, etwa Waschseife, Toilettenseife und Salbe. Dabei verfügen die Frauen inzwischen über effizientere und weniger anstrengende Verarbeitungsmethoden, wie viele Bilder suggerieren. Allerdings erhalten die Frauen pro Kilo nur zwischen 4 - 6 US-Cent von den Händlern, die es wiederrum für etwa 1,4 Dollar auf dem internationalen Markt weiterverkaufen.

Und aus dem Rundbrief Oktober 2005 von Lisbeth Ulrich, für die NGO Koordination Post Beijing, Schweiz unter Rundbriefe geht hervor: “Dass die Qualität der in den westafrikanischen Ländern hergestellten Sheabutter oft schlecht ist. Seit einiger Zeit laufen Projekte in verschiedenen westafrikanischen Ländern mit dem Ziel die Frauen darüber zu informieren, wie man qualitativ hochwertige Sheabutter herstellt. Denn dafür ist ein breites Wissen erforderlich. Für die Absatzschwierigkeiten der Karitébutter sind, neben dem hohen Qualitätsanstandard der Exporteure, die mangendeln marktwirtschaftlichen Kenntnisse der Frauen und ein schlecht organisiertes Verkaufsnetz. Aus diesem Grund gibt es seit Anfang diesem Jahr ein UNO-Projekt.”

Erstrebenswert sind also Bezugsquellen, die das Fair Trade fördern, dazu gehören die Sheabutter aus biozertifiziertem Anbau (kbA) und Produkte von verschiedenen Firmen, die direkt vor Ort die Anbau, Ernte und Verarbeitung begleiten. Denn nur mit gesicherten Abnahmeverträgen und vor allem einer gerechten Bezahlung der Frauen kann der Armut vor Ort entgegengewirkt werden. Eine preisgünstige Sheabutter stammt aus dem Weltmarkt und fördert nur die Handelsspanne der Händler und Zwischenhändler, aber nicht der Frauen aus den westafrikanischen Ländern.

Kosmetische Produkte und Lebensmittelindustrie

Es wird ja immer wieder mit den gleichen Worten für die hautpflegenden Eigenschaften der Sheabutter in einem kosmetischen Produkt geworben. Dafür liefert die Sheabutter hervorragende Marketing-Schlagwörter. Allerdings ist der Anteil der Sheabutter in diesen Produkten letzten Endes doch gering. So betragen die Sheabutteranteile in der konventionellen Kosmetikindustrie in Body-Lotions und Cremes meist nur 15 % und in Seifen oft nur 10 % unter den meist synthetischen und petrochemischen Bestandteilen. Ebenso ist die Sheabutter in solchen Produkten raffiniert und stammt vom Weltmarkt schon allein um die Herstellungskosten gering zu halten.

In der Lebensmittelindustrie darf Sheabutter nach der europäischen Kakaoverordnung zu 5 % in Schokolade eingearbeitet werden, um den sehr teuren Kakaobutteranteil zu reduzieren.

Raffination

Sheabutter wird nur ganz selten unraffiniert angeboten. Denn naturbelassene Sheabutter hat einen sehr intensiven Fettgeruch, der uns Europäern meist nicht zusagt. Sheabutter aus kbA-Anbau, darf nicht raffiniert, aber desodoriert werden. Dadurch werden der Sheabutter die geruchsintensiven Inhaltsstoffe und auch Farbstoffe entzogen. Von Natur aus hat sie, je nach Herkunft, eine gelbliche bis grünliche Farbe. Die desodorierte Sheabutter ist weiß und geruchlos, wie die raffinierte. Bei der raffinierten Sheabutter dagegen ist – trotz Marketing – nichts mehr pflegendes enthalten und die wertvollen Wirkstoffe werden hinterher meist synthetisch wieder zugegeben.

Körperliche Wirkung

Sheabutter ist ein Allround-Pflegemittel für die Haut. Allerdings ist sie sehr fest und auch krümelig und fängt erst bei Handwärme an zu schmelzen. Am einfachsten verreibt man etwas Sheabutter in den Händen und bringt sie erst dann im Gesicht oder auf dem Körper auf.

Der trockenen und sensiblen Haut gibt sie Feuchtigkeit, schützt vor Hautalterung und Faltenbildung. Sie vermag kleine Fältchen auszugleichen und aufzupolstern, was der Altershaut ein jüngeres Aussehen gibt. Ebenso verfeinert sie das Hautbild, aber nicht nur bei der trockenen, sondern auch bei der unreinen Haut.

Gerade hier ist sie besonders hilfreich, denn die unreine Haut ist meist entzündet und bei der pubertierenden Haut ist oft das ganze Gesicht betroffen. Durch den Inhaltsstoff Allantoin ist sie sehr entzündungshemmend und verhilft der Haut zu einer schnelleren Abheilung und normalisiert die entzündlichen Prozesse.

Dadurch ist Sheabutter die Wahl bei der Umstellung von industriell gefertigter Kosmetik auf Naturkosmetik. Denn wie schon im Beitrag “Allergien und Hautprobleme” beschrieben, kommt es nach jahrelanger Anwendung von mineralölhaltiger Kosmetik zu großen Problemen bei der Umstellung auf naturbelassene Kosmetikprodukte. Da die petrochemischen Bestandteile der industriell gefertigten Präparate sich in der Unterhautschicht ablagern. Und wenn im Umstellungsprozess dann die “Haut hochgeht” ist die Sheabutter eine reizfreie, sanfte, entzündungshemmende und sehr wirkungsvolle Pflege.

Aber auch bei der Behandlung von bestehenden und alten Narben kann sie eingesetzt werden. So schreibt Eliane Zimmermann in ihrem Buch “Aromatherapie für Heil- und Pflegeberufe” auf Seite 191: “...,dass man bei der Behandlung von Narben eine Zunahme der Elasitzität des Gewebes beobachten konnte.”

Rauhe Hautstellen, die sich meist an Knien, Ellenbogen und Fußsohlen finden, macht sie weich und geschmeidig und normalisiert Verhornungen. Eine tägliche Fußmassage mit Sheabutter ergibt sehr schöne und gepflegte Füße und unsere Füße vernachlässigen wir in unserer Schönheitspflege am meisten.

In selbstherstellter Kosmetik ist die Sheabutter ein guter Stabilisatur, der je nach eingegebener Menge eine Creme weicher oder fester machen kann. Aber auch aus einer Mischung zwischen Sheabutter und einem anderen naturbelassenem Pflanzenöl, wie z.B. Jojoba- oder Mandelöl, zu gleichen Teilen, lässt sich bereits im Wasserbad bei 30° C ein einfacher Balsam herstellen. Damit kann man bereits sehr sanft und natürlich Gesicht und Körper pflegen.

 

Zurück zur Übersicht der Basisöle

Alraunelinie

Sheabutter im Satureja-Shop

Sheabutter bio 50 ml