Thymian - Räucherpflanze und Anwendung

 

Botanischer Name 
Thymus vulgaris
Familie                         
Labiatae - Lippenblütler

 

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Gerbstoffe und Flavonoide. Das ätherische Öl hat je nach Chemotyp der Pflanze eine unterschiedliche chemische Zusammensetzung.

Über den Wohlgeruch

Thymian ist ein kleiner Strauch, der je nach Sorte 10 – 40 cm hoch werden kann. Die Blütezeit ist von Mai bis September. Er ist in Felsenheiden und in den grünen Wäldern des Mittelmeeres heimisch. Bei uns ist er problemlos im Garten oder als Topfpflanze zu kultivieren.

Zur Blütezeit werden die oberen Triebspitzen geschnitten, gebündelt und zum Trocknen an der Luft mit den Blüten nach unten aufgehängt.

Von der Heilwirkung des Thymians

Sein Gebrauch als Heilpflanze ist seit vielen Jahrtausenden bekannt. Bereits die Ägypter kultivierten ihn. Plinius, Dioskurides, Paracelsus und Hildegard von Bingen beschrieben die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Thymian hat krampflösende und desinfizierende Wirkung. Er hilft bei Erkältungen, Verdauungsproblemen, Magenbeschwerden und natürlich ist er ein beliebtes Küchengewürz. Thymian kann man sehr gut als Tee verwenden und ist daher Bestandteil vieler Teemischungen. Für eine Tasse übergießt man 1 TL getrockneten Thymian mit heißem Wasser und lässt ihn 10 Minuten ziehen.

Thymian zum Räuchern

Thymian verströmt beim Verräuchern einen kräftigen und warmen Rauch, der am schönsten in Räuchermischungen wirkt.

Er vermittelt uns Selbstvertrauen, Mut und Zuversicht und stellt uns in schwierigen Zeiten wieder machtvoll auf die Füße. Dabei können wir mit unseren Kraftreserven in Verbindung treten. Ängste werden sanft aufgelöst und er gibt Schutz, wenn man sich mutlos, einsam und verlassen fühlt. Aber er stärkt auch die Widerstandskräfte und die Entschlossenheit, um anstehende Entscheidungen zu treffen.

Mit ihm kann man sehr gut Räume reinigen und segnen, da er keine negativen Schwingungen duldet. So ist er ein ganz starkes Schutzmittel vor allen negativen Einflüssen. Sein Rauch reinigt und desinfiziert die Luft in unseren Räumen und schafft so eine klare und gesunde Atmosphäre, mit der wir unsere Widerstandskraft erhöhen und Krankheiten vorbeugen können.

Als Schutzmittel bewahrt Thymian vor allen negativen Einflüssen, ob dies nun kraftraubende Situationen, schlechtgelaunte Menschen um uns herum oder unsere Wohnräume sind, die wir z.B. nach Streitereien mit einer Räucherung von negativen Schwingungen reinigen können. Unsere Achtsamkeit wird gestärkt und so können wir uns in vielen Situationen und bei störenden Einflüssen besser nach außen abgrenzen.

In allen Kulturen opferte man zu religiösen Zwecken, um Menschen, Tieren und Göttern zu danken und um sie zu ehren. In einer kleinen Zeremonie kann man lieben Freunden lichtvolle Gedanken senden, sich bei fremden Menschen, die einem hilfreich zur Seite standen, bedanken oder einfach nur der Natur und des Lebens gedenken. Durch eine solche Opferräucherung mit Thymian schaffen wir einen energetischen Ausgleich für eine empfangene Gabe.

Mit seiner Energie und seinem Feuer erfüllt Thymian unser Innerstes. Und so werden ihm seit altersher auch aphrodisische Eigenschaften zugeschrieben, denn was ein solches Feuer und Energie in uns entfachen kann, das muss sich auch im sinnlichen Bereich niederschlagen.

Astrologische Zuordnung

Thymian gehört zu den Räucherpflanzen der Venus. Er unterstützt unseren Sinn für Ästhetik, Schönheit und Harmonie, lässt uns unvoreingenommen auf Menschen und Situationen zugehen und verbindet uns mit den Kräften der Venus. Die Venus steht für die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Erotik und das Eintauchen in die Sinnlichkeit. Sie ist das Symbol der Liebe, der Harmonie und das erotische weibliche Prinzip. Eine Venusräucherung kann dazu beitragen, dass wir wieder genießen, unsere Sinnlichkeit erleben und mehr Nähe zu anderen Menschen oder unserem Partner zulassen.

Die Zuordnung des Thymians im Tierkreiszeichen ist der Stier. Menschen dieses Zeichens können das Leben genießen und viele Dinge hegen und pflegen, sie schätzen ihr Geld, Gut und Werte und haben Sinn für Ästhetik. Und so kann eine Stierräucherung dazu beitragen, dass wir uns unseres Reichtums bewusstwerden, die eigenen Werte erkennen und die sinnlichen Seiten wiederentdecken können.

Rituelle Anwendung

Thymian spielt in der minoischen Duftkultur eine große Rolle. Und so verbreitete er sich als Gewürz, Heil- und Räucherpflanze von Kreta und Griechenland über den ganzen Mittelmeerraum.

Römer und Griechen glaubten, dass die Seelen Verstorbener in ihm wohnen. Auch wurde Thymian verräuchert, um Skorpione zu vertreiben. Sein Name leitet sich aus dem griechischen Wort “thyo” ab, was übersetzt soviel wie “den Göttern ein Opfer bringen” bedeutet.

Im klassischen Altertum opferten Frauen in den Tempeln der Liebesgöttin Aphrodite Thymian zusammen mit Rosen. Die Kelten weihten den Thymian ihrer Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Freya. Nach der Christianisierung wurde aus der Liebespflanze ein Marienkraut.

Im Aberglauben spielte Thymian eine große Rolle bei der Abwehr des Bösen. Man schrieb ihm zu, dass er Stall und Wohnhaus vor Blitzschlag und sonstigem Unheil schützt.

Thymian ist aber auch ein Bestandteil des Kräuterbuschen, der im August traditionell gesammelten Heilkräuter.

Räuchermischungen für die Seele

Thors Hammer

1 Teil Thymian
1 Teil Bernstein
1 Teil Wacholderbeeren
1 Teil Fichtenharz
1/2 Teil Propolis

Fichtenharz im Mörser zerkleinern, Propolis kleinschaben, Thymian, Bernstein und Wacholderbeeren darübergeben, alles mischen und prisenweise verräuchern.

Ein wilder ungezügelter Rauch, der uns mit den Kräften Thors in Verbindung bringt. Diese sind Mut, Kraft und Ausdauer, besonders in Krisenzeiten. Der Donnergott Thor verkörpert die aktive starke Seite, die handelt und alles zaghafte und ängstliche wegwischt. Thor gehört zu den Göttern aus dem Göttergeschlecht der Asen und wird direkt den mythischen Erzählungen aus dem nordgermanischen Raum und den Wikingern zugeordnet.

Die starken Symbole aus Thors Hammer und dem Gott selbst übertrug man auf Waffen, Amulette und auch Pflanzen, die stärken und schützen. So wurde der Anwender kräftiger, mutiger in vielen Situationen und konnte ebenso gelassener in Krisenzeiten werden. Die Räucherpflanzen dieser Mischung sind allesamt Pflanzenkräfte, mit denen wir uns stärken können, die uns Selbstbewusstsein geben, unseren Weg zu gehen und die Entscheidungen und Handlungsfähigkeit herstellen können.

Ebenso bringen sie uns mit unseren keltischen Wurzeln in Verbindung und lassen schamanisches Wissen aufsteigen. In Meditationen können wir in innere Welten reisen und Weisheit, Kraft und Mut aus den Tiefen unserer Seele schöpfen. Denn unsere Seele ist die Quelle unseres Seins und der Brunnen der Weisheit aus dem wir Wissen, Wahrheit und Weisheit schöpfen.

Die ausführliche Beschreibung der Räuchermischung “Thors Hammer” lesen Sie hier!

 

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